Arbeitnehmer in der privaten Krankenversicherung


Das regelmäßige Jahreseinkommen eines Arbeitnehmers muss über der Versicherungspflichtgrenze liegen, um sich privat versichern zu lassen. Ansonsten kann er nur bei der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben.

Die Versicherungspflichtgrenze liegt im Jahr 2010 bei 49.950 €. Es ist dabei unwichtig, ob Sie dieses Gehalt durch 12 Monatsgehälter oder gar 13 erreichen. Wichtig ist nur das Ihr Bruttogehalt diesen Wert erreicht.

Durch die letzte Gesundheitsreform kam allerdings ein weiteres Hindernis dazu. Es reicht nicht, wenn Ihr Bruttoeinkommen über diesen Wert liegt, Sie müssen diesen Betrag mindestens ein Jahr lang erreichen. Erst dann können Sie in die private Krankenversicherung wechseln. Durch das höhere Eintrittsalter kann das leider auch in höhere PKV-Beiträge resultieren.

Wie bei einer gesetzlichen Krankenversicherung übernimmt einen Teil der Prämie der privaten Krankenversicherung und Pflegeversicherung der Arbeitgeber selbst. Dieser ist verpflichtet maximal die Hälfte des Höchstbetrages der gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen.

Wollen Sie trotzdem einige der Vorzüge einer privaten Krankenversicherung genießen, können Sie bei Nicht-Erreichen der Versicherungspflichtgrenze auch eine Zusatzkrankenversicherung abschließen, z.B. für Zahnersatz.

Leider beteiligen sich die Arbeitgeber bei dieser Versicherungsform nicht an den Kosten des Arbeitnehmers und so muss dieser alle Kosten alleine tragen.



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